Die Telekom ist der Anbieter unserer Wahl für Festnetz und Handy – aber ist sie auch der beste ISP für eine Webseite?
Ein Erfahrungsbericht aus dem Agentur-Alltag von innSIGN
Um eines gleich vorwegzunehmen: Wir haben grundsätzlich nichts gegen die Telekom. Im Gegenteil. Für unser Festnetz und unsere Mobiltelefone ist die Telekom seit Jahren der Anbieter unserer Wahl.
Beim Webhosting für professionelle WordPress-Webseiten fällt unser Urteil nach unseren bisherigen Erfahrungen allerdings anders aus.
Würden wir die Telekom als bevorzugten Hosting-Provider für unsere Kunden empfehlen? Aktuell: nein.
Warum, zeigt ein Projekt aus unserem Agentur-Alltag ziemlich anschaulich.
Eine neue WordPress-Webseite – eigentlich ein ganz normaler Relaunch
Die Ausgangssituation war für uns zunächst Routine.
Wir hatten für einen Kunden eine vollständig neue Webseite in unserem Stagingbereich entwickelt. Die bestehende Website stammte konzeptionell noch aus den späten 2010er-Jahren und sollte technisch, gestalterisch und inhaltlich ins Jahr 2026 geholt werden.
Dabei ging es nicht einfach um ein neues Design.
Wir haben unter anderem den Informationsfluss neu strukturiert, die User Experience (UX) verbessert, Inhalte neu aufbereitet und die Conversion-Optimierung berücksichtigt. Besucher sollen sich auf einer modernen Unternehmenswebsite schließlich nicht nur wohlfühlen. Sie sollen schnell verstehen, worum es geht, die gewünschten Informationen finden und möglichst einfach den nächsten Schritt gehen können.
Nach der Freigabe durch den Kunden sollte die neue WordPress-Webseite vom innSIGN-Staging auf das bestehende Hosting-Paket bei der Telekom übertragen werden.
Normalerweise ist das für uns kein besonders aufregender Vorgang.
Dieses Mal schon.
Die eigentliche WordPress-Migration? Kein Problem.
Zunächst lief alles wie geplant.
WordPress übertragen, Datenbank migrieren, Design und Inhalte übernehmen, Konfiguration anpassen.
Die eigentliche Migration verlief reibungslos.
Dann sollte die Website auf dem Telekom-Server getestet werden.
Und damit begann die Fehlersuche.
Die Startseite war erreichbar – die Unterseiten zunächst nicht.
Schnell zeigte sich, dass die für WordPress benötigten Regeln in der .htaccess-Datei beziehungsweise die Rewrite-Regeln auf dem Server nicht wie erwartet ausgeführt wurden.
Das ist insbesondere für die sogenannten „sprechenden URLs“ beziehungsweise Permalinks von WordPress entscheidend. Statt kryptischer Adressen sollen beispielsweise URLs wie:
/leistungen/webdesign/
funktionieren.
Wenn die dafür notwendigen Rewrite-Regeln nicht ausgeführt werden, kann die Startseite funktionieren, während Besucher bei Unterseiten vor einer Fehlermeldung stehen.
Für eine professionelle Website ist das natürlich keine Option.
Also: Telekom-Support
Das Problem ließ sich nicht einfach über die uns zur Verfügung stehende Administration beheben. Wir mussten den Support einschalten.
Die Angelegenheit wurde geklärt und über das Wochenende wurde die benötigte Ausführung schließlich von der Telekom freigegeben.
Danach funktionierte die Webseite technisch.
Nicht schön, aber lösbar.
Man könnte sagen: Haken dran. Weiter geht’s.
Dann kam der Domainumzug.
Eine Domain – und nach rund 20 Stunden immer noch „wird eingerichtet“
Für den finalen Livegang musste die Domain in das entsprechende Telekom-Paket übernommen werden.
Die Domain wurde zusammen mit dem Auth-Code eingegeben.
Und hier zeigt sich bereits der nächste Punkt, der aus Agentursicht unnötig umständlich ist:
Der Kunde musste diesen Schritt selbst durchführen.
Obwohl wir als Paket-Administrator hinterlegt sind, fehlen uns hierfür die entsprechenden Rechte.
Das ist insofern ärgerlich, weil der Kunde uns ja genau deshalb mit dem Projekt beauftragt hat: Er soll sich nicht selbst mit Domainverwaltung, DNS, WordPress, Servereinstellungen oder Verzeichnissen beschäftigen müssen.
Das ist unser Job.
Zum Zeitpunkt dieses Erfahrungsberichts liegt die Eingabe des Domaintransfers nun rund 20 Stunden zurück.
Der angezeigte Status:
„wird eingerichtet“
Damit können wir das Projekt noch immer nicht endgültig abschließen.
Bei anderen Providern erleben wir Domainumzüge deutlich schneller
Und genau deshalb schreiben wir diesen Erfahrungsbericht.
Nicht weil bei einem Provider einmal etwas nicht funktioniert. Technische Probleme gibt es überall. Auch bei uns. Entscheidend ist, wie schnell und unkompliziert sie gelöst werden können.
Bei anderen uns bekannten Hosting-Providern erleben wir vergleichbare Vorgänge normalerweise als Sache von wenigen Minuten.
Natürlich können bei einem Domaintransfer Faktoren eine Rolle spielen, die nicht vollständig in der Hand eines einzelnen Providers liegen. DNS-Änderungen können sich ebenfalls verzögern.
Hier geht es aber konkret um unsere Erfahrung mit dem Ablauf und dem angezeigten Einrichtungsstatus im Telekom-Paket.
Und nach rund 20 Stunden warten wir noch immer.
Für uns als Agentur bedeutet das: Wir können nicht weiterarbeiten.
Und vermutlich brauchen wir den Kunden gleich noch einmal
Wir sind gespannt, wie es weitergeht.
Nach unseren bisherigen Erfahrungen mit der Rechteverteilung im Telekom-Paket rechnen wir inzwischen fast damit, dass wir für die endgültige Zuordnung beziehungsweise Weiterleitung der Domain auf das richtige Zielverzeichnis erneut die Unterstützung des Kunden benötigen.
Und genau hier liegt aus unserer Sicht das eigentliche Problem.
Nicht darin, dass eine Einstellung kompliziert ist.
Sondern darin, dass ein Kunde, der eine Agentur mit der Erstellung und technischen Betreuung seiner Webseite beauftragt, immer wieder selbst administrative Schritte durchführen muss.
Das widerspricht unserem Verständnis von Fullservice.
Warum uns das gerade bei diesem Projekt besonders ärgert
Vielleicht wären wir entspannter, wenn es irgendeine kleine Änderung an irgendeiner Webseite wäre.
Ist es aber nicht.
Wir haben hier eine deutlich in die Jahre gekommene Website komplett neu gedacht und ins Jahr 2026 gebracht.
Informationsarchitektur, Design, Inhalte, Nutzerführung, mobile Darstellung und Conversion wurden neu aufgebaut.
Der Unterschied zwischen alter und neuer Website ist enorm.
Und das Schönste daran:
Der Kunde ist begeistert.
Er möchte seine neue Webseite endlich online sehen.
Und uns geht es genauso.
Denn natürlich freut man sich auch nach 30 Jahren Agenturarbeit noch, wenn ein Projekt richtig gut geworden ist. Wir möchten die neue Seite endlich zeigen, weil hier wieder etwas entstanden ist, hinter dem wir mit voller Überzeugung stehen können.
Ein echtes innSIGN-Projekt.
Und jetzt hängt der Livegang an einer Domain, die seit rund 20 Stunden „eingerichtet“ wird.
Das ist frustrierend.
Warum wir als Agentur gerne mit IONOS und Mittwald arbeiten
Der Unterschied wird besonders deutlich, wenn wir die Situation mit Providern vergleichen, mit denen wir regelmäßig arbeiten.
Bei IONOS und Mittwald stehen uns Lösungen zur Verfügung, die auf die Zusammenarbeit zwischen Kunde und Agentur ausgelegt sind.
Das ist für uns ein entscheidender Vorteil.
Über entsprechende Partner- beziehungsweise Agenturzugänge können wir unsere Kunden bei technischen Aufgaben unterstützen, ohne dass sie uns dafür ihre persönlichen Zugangsdaten überlassen müssen.
Der Kunde behält seine eigenen Zugänge.
Wir haben die für unsere Arbeit notwendigen Berechtigungen.
So sollte es aus unserer Sicht sein.
Fullservice bedeutet für uns: Der Kunde muss sich nicht um die Technik kümmern
Wenn uns jemand mit einer neuen Webseite beauftragt, möchten wir einen möglichst reibungslosen Ablauf bieten.
Der Kunde soll sich mit seinem Unternehmen beschäftigen.
Wir kümmern uns um seine Webseite.
Dazu gehört auch der Livegang.
Bei den von uns bevorzugten Hosting-Lösungen können wir Domain, Hosting und WordPress in der Regel weitgehend selbstständig betreuen. Domainumzüge beziehungsweise die anschließende technische Einrichtung lassen sich nach unserer Erfahrung erheblich schneller abwickeln.
Und sobald die Domain korrekt auf der neuen Webseite liegt, beginnt bei uns ohnehin noch die letzte Runde.
Denn mit dem Domainumzug ist eine professionelle Webseite noch nicht fertig
Nach dem eigentlichen Livegang stehen bei innSIGN noch verschiedene Abschlussarbeiten an.
Je nach Projekt gehören dazu beispielsweise:
- finale technische Kontrolle und Schema-Markup,
- Einrichtung beziehungsweise Prüfung von Google Analytics,
- Einbindung in die Google Search Console,
- Kontrolle der Cookie- und Consent-Lösung,
- Prüfung von Weiterleitungen,
- SEO-Kontrolle,
- Funktionsprüfung von Formularen und Conversion-Pfaden,
- abschließender Test auf Desktop, Tablet und Smartphone.
Anschließend machen wir den Kunden mit seiner neuen Webseite vertraut.
Wenn Domain und Hosting vorbereitet sind, dauert diese finale Phase bei einem normalen Projekt häufig nur noch etwa eine Stunde.
Genau diese Stunde würden wir gerade gerne arbeiten.
Stattdessen warten wir.
Ist die Telekom deshalb ein schlechter Provider?
So pauschal würden wir das nicht behaupten.
Die Telekom bietet eine enorme Bandbreite an Telekommunikations- und IT-Leistungen. Für unsere eigene Telefonie und Mobilfunkversorgung haben wir uns schließlich selbst bewusst für sie entschieden.
Aber ein guter Mobilfunkanbieter muss nicht automatisch der beste Webhosting-Provider für eine WordPress-Webseite sein.
Die Anforderungen unterscheiden sich.
Für uns als Werbeagentur sind beim Hosting neben Serverleistung und Verfügbarkeit vor allem andere Dinge entscheidend:
Wie gut können wir im Auftrag des Kunden administrieren? Wie schnell können wir reagieren? Welche Rechte können Kunden ihrer Agentur geben? Wie unkompliziert funktionieren WordPress, Domains, SSL, Datenbanken und Weiterleitungen?
Und vor allem:
Können wir unseren Job erledigen, ohne unseren Kunden für jeden administrativen Schritt wieder anrufen zu müssen?
Nach der Erfahrung mit diesem Projekt sehen wir bei der Telekom an diesen Stellen derzeit deutlichen Verbesserungsbedarf.
Warum die Wahl des Webhosters bereits Teil eines Webprojekts ist
Hosting wird bei der Planung einer neuen Webseite häufig als Nebensache betrachtet.
„Wir haben doch schon irgendwo ein Paket.“
Das hören wir oft.
Technisch lässt sich eine Website tatsächlich bei sehr vielen Providern betreiben.
Die wichtigere Frage lautet aber:
Wie gut lässt sie sich dort betreiben und betreuen?
Ein Hosting-Paket sollte zur Website und zu den Menschen passen, die damit arbeiten müssen.
Bei einer professionell betreuten Unternehmenswebsite gehört dazu auch die Agentur.
Deshalb sprechen wir die Hosting-Frage bei neuen Projekten inzwischen bewusst frühzeitig an.
Nicht weil wir Kunden unbedingt zu einem bestimmten Anbieter bewegen wollen.
Sondern weil wir aus Erfahrung wissen, wie groß der Unterschied beim späteren Betrieb sein kann.
Unser Fazit nach rund 20 Stunden Wartezeit
Die Telekom bleibt für uns derzeit erste Wahl bei Festnetz und Mobilfunk.
Beim Hosting professioneller WordPress-Webseiten sind andere Anbieter für unsere tägliche Agenturarbeit aus unserer Erfahrung besser aufgestellt.
Insbesondere Agentur- und Partnerzugänge sind für uns keine Spielerei. Sie ermöglichen eine klare Rechteverteilung und professionelle Zusammenarbeit, ohne dass Kunden persönliche Zugangsdaten weitergeben müssen.
Das spart Zeit.
Dem Kunden.
Und uns.
Vor allem können wir dadurch genau das tun, wofür unsere Kunden innSIGN beauftragen:
uns kümmern.
Ob sich der Status unserer Domain nach 20, 24 oder noch mehr Stunden endlich ändert?
Wir werden sehen.
Und vielleicht bekommt dieser Erfahrungsbericht noch ein Update.
Kurz erklärt: Die wichtigsten Fachbegriffe
ISP / Internet Service Provider: Eigentlich ein Anbieter von Internetdiensten. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden darunter teilweise auch Anbieter von Hosting-, Domain- und anderen Internetdiensten verstanden. Streng genommen ist „Webhoster“ für den in diesem Beitrag beschriebenen Dienst die präzisere Bezeichnung.
Webhosting: Der Speicherplatz und die technische Serverumgebung, auf der eine Webseite betrieben wird.
WordPress: Ein Content-Management-System (CMS), mit dem Webseiten erstellt und verwaltet werden können.
CMS: Abkürzung für Content-Management-System. Eine Software zur Verwaltung von Webseiteninhalten.
Staging: Eine nicht öffentlich beziehungsweise nicht unter der späteren Live-Domain bereitgestellte Arbeitsversion einer Webseite. Hier kann eine neue Website entwickelt und getestet werden, bevor sie live geht.
Datenbank: WordPress speichert darin unter anderem Seiteninhalte, Einstellungen, Benutzer und zahlreiche Konfigurationsdaten.
.htaccess: Eine Konfigurationsdatei, die bei bestimmten Webservern unter anderem zur Steuerung von Weiterleitungen und URL-Regeln eingesetzt wird.
Rewrite-Regeln: Regeln, mit denen der Server URLs intern verarbeitet beziehungsweise umschreibt. WordPress nutzt sie unter anderem für lesbare Permalinks.
Permalink: Die dauerhafte Adresse einer einzelnen Seite oder eines Beitrags, beispielsweise /webdesign/ statt einer technischen URL mit Zahlen und Parametern.
Domain: Die Internetadresse einer Webseite, beispielsweise innsign.de.
Auth-Code: Ein Autorisierungscode, mit dem gegenüber einem neuen Registrar bestätigt wird, dass ein Domaintransfer berechtigt ist.
DNS: Das Domain Name System verbindet einen Domainnamen mit den technischen Zielen im Internet, beispielsweise dem Server, auf dem die Webseite liegt.
Zielverzeichnis: Der Ordner auf einem Webserver, aus dem die Inhalte einer bestimmten Domain ausgeliefert werden.
Schema-Markup: Strukturierte Daten, die Suchmaschinen zusätzliche Informationen über Inhalte, Unternehmen, Leistungen oder andere Elemente einer Webseite liefern.
Google Search Console: Ein Werkzeug von Google zur Überwachung der Präsenz einer Webseite in der Google-Suche.
Google Analytics: Ein Analysesystem zur Auswertung der Nutzung einer Webseite. Beim Einsatz müssen insbesondere die geltenden Datenschutz- und Consent-Anforderungen berücksichtigt werden.
Conversion: Eine gewünschte Handlung eines Websitebesuchers – beispielsweise eine Anfrage, Terminbuchung, ein Anruf oder eine Bestellung.
UX / User Experience: Das gesamte Nutzungserlebnis einer Webseite – von Orientierung und Verständlichkeit bis zur Bedienbarkeit auf dem Smartphone.
Meta-Titel:
WordPress Hosting: Unsere Erfahrung mit der Telekom
Meta-Description:
Telekom für WordPress Hosting? Ein Erfahrungsbericht über Migration, .htaccess, Domainumzug und warum wir andere Webhoster bevorzugen.
Empfohlener Slug:
/wordpress-hosting-telekom-erfahrung
Interne Links: Sinnvoll wären Verlinkungen aus dem Artikel auf eure Seiten zu Webdesign, SEO/Suchmaschinenoptimierung, laufender Webseitenbetreuung und – falls vorhanden – WordPress beziehungsweise Hosting. So wird aus dem Erfahrungsbericht gleichzeitig ein guter thematischer Content-Hub.

